Veranstaltungsmonat Juni

Der Monat Juni steht bei der FAU Hannover ganz im Zeichen spannender Veranstaltungen mit syndikalistischen Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche Fragen. Los geht es mit einem internationalen Abend am 15. Juni (19:00 Uhr, FAU-Lokal). Zu Gast ist ein Mitglied unserer Schwestergewerkschaft CNT Hospitalet, das die aktuelle Situation der demokratischen Bewegungen von unten in Katalonien und die Rolle des Anarchosyndikalismus in diesem Konflikt erläutern wird. Am 21. Juni (20:00 Uhr, UJZ Korn) ist die FAU Hannover wiederum zu Gast bei der Interventionistischen Linken. Unter dem Motto „Friede, Freude, Sozialpartnerschaft?“ wird eine Genossin gemeinsam mit anderen Gewerkschaftsaktiven über Widersprüche und Potenziale gewerkschaftlichen Engagements diskutieren. Schon am  Freitag, den 22. Juni (19:00 Uhr, FAU-Lokal), geht es beim Vortrag „Die 24 Stunden Polin“ um migrantische Carearbeiter*innen, die im Rahmen des sogenannten „Pflegenotstands“ in Deutschland in irregulären Beschäftigungsverhältnissen leben und arbeiten.

 

Freitag, 15. Juni 2018, 19:00 Uhr, FAU-Lokal: „Syndikalistische Perspektiven in Katalonien“

Die politische und soziale Situation in Katalonien ist seit mehreren Monaten außergewöhnlich. Die Krise des spanischen politischen Modells als postfranquistisches Regime von 1978 und die sogenannte Wirtschaftskrise haben mehrere soziale und territoriale Bewegungen entstehen lassen. Ein Genosse der CNT aus Katalonien wird die demokratische Bewegung von unten und die Rollen und Aufgaben des Anarchosyndikalismus in diesem Konflikt erläutern.

Die Veranstaltung ist in Spanisch mit deutscher Übersetzung. Ab 17:00 Uhr: offenes Lokal. Nieschlagstraße 1b, 30449 Hannover.

 

Donnerstag, 21. Juni 2018, 20:00 Uhr, UJZ Korn: „Friede, Freude Sozialpartnerschaft? Gewerkschaftsaktive im Gespräch“

„Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust!“ So oder so ähnlich könnte man den Grundgedanken einer Gewerkschaft zusammenfassen. Lohnabhängige schließen sich zusammen, um für ihre Interessen zu kämpfen. Interessen, die in einer kapitalistischen Gesellschaft in der Regel im Widerspruch zu den Profitinteressen von Unternehmen und Staat stehen.

Über diesen Widerspruch hinweg herrscht in Deutschland die Politik der Sozialpartnerschaft. Im engen gesetzlichen Rahmen, beispielsweise bezüglich des Streikrechts, sollen die Gewerkschaften vermittelnd zwischen Unternehmen und Lohnabhängigen auftreten. Oft stehen am Ende von Tarifverhandlungen sowohl die Chefs als auch die Gewerkschaftsfunktionär*innen zufrieden vor der Öffentlichkeit.

Bei unserer Podiumsdiskussion berichten ehemalige und aktuelle Gewerkschaftsaktive von ihrem Engagement und was für Schwierigkeiten und Widersprüche damit verbunden sind. Wir wollen uns die Frage stellen, was für eine Gewerkschaftsbewegung wollen wir als Linke und wie kommen wir dahin? Darüber werden Aktive der ver.di-Jugend, der IG Metall und der FAU Hannover diskutieren.

Die Podiumsdiskussion wird von der Interventionistischen Linken (IL) Hannover organisiert und findet im Rahmen des monatlichen Veranstaltungsabends „Rote Zone“ statt. Ab 19:00 Uhr Kneipe. Kornstraße 28-30, 30167 Hannover.

 

Freitag, 22. Juni 2018, 19:00 Uhr, FAU-Lokal: „Die 24 Stunden Polin. Migrantische Carearbeiter*innen“

Der demografische Wandel und unzureichende staatliche Leistungen sind Hauptursachen des so genannten „Pflegenotstands“. Im privaten Bereich wird Carearbeit oft an Migrant*innen delegiert. Schätzungsweise gibt es 150.000 bis 500.000 „Care-Migrantinnen“, die in Deutschland „3C-Jobs“ ausüben („cleaning, cooking, caring“). Oft sind sie irregulär beschäftigt, wohnen in den Haushalten mit den Klient*innen und sind als 24 Stunden-„Live-in“-Arbeitskraft verfügbar. Die Veranstaltung wird mit Fotos illustriert, die polnische Pflegekräfte selbst gemacht haben, so dass in manchen Fällen sogar eine „Fotostory“ entsteht.

Im Rahmen des Festival Contre Le Racisme in Kooperation mit dem asta der Uni Hannover. Ab 17:00 Uhr: offenes Lokal. Nieschlagstraße 1b, 30449 Hannover.